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Sommerfluglager Neresheim: Vom Wetter verwöhnt

von | 20.08.26 | Allgemein, News, Segelflug, Vereine

Nachdem das Sommerfluglager des Vereins für Segelflug Krefeld e. V. im vergangenen Jahr buchstäblich ins Wasser fiel, entschädigte diesmal die Schwäbische Alb. Rund 40 Pilotinnen und Piloten des VfS Krefeld verbrachten die ersten 14 Tage der Sommerferien mit neun Segelflugzeugen auf dem Flugplatz Neresheim im Ostalbkreis – bei besten Wetterbedingungen und mit einer Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Ausbildung im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Fluglagers stand die Ausbildung der fortgeschrittenen Flugschülerinnen und Flugschüler. Dank der guten Bedingungen gelangen unter anderem zwei meteorologisch-navigatorische Streckenflugeinweisungen über mehr als 100 Kilometer vom Startflugplatz mit Fluglehrer. Damit ist für Elias Hoffmann (Düsseldorf) und Felix Brimmers (Straelen) jeweils eine wesentliche Voraussetzung für die Segelfluglizenz erfüllt.

Auch Lukas Ganasinski und Moritz Fischer (beide Krefeld) sowie Shikang Gu, Jonas Prüfer und Laurenz Scheuerle (alle drei Meerbusch) flogen allein ihre ersten ausgedehnten Thermikflüge, teilweise über mehr als 100 Kilometer im Gleitflugbereich des Flugplatzes Neresheim und selbstverständlich unter Aufsicht der ehrenamtlichen Fluglehrer. Weil die Thermik Flughöhen bis zu 3.000 Meter zuließ, bekamen auch die übrigen Flugschülerinnen und Flugschüler einen perfekten Eindruck davon, was im Flug ohne Motor allein mit Sonnenenergie möglich ist.

Als Schüler-/Lehrerteam im Anflug mit Blick auf das Kloster Neresheim.

Über dem Neckar bei Heidelberg.

Streckenflüge quer durch Süddeutschland

Die erfahrenen Pilotinnen und Piloten des VfS beflogen derweil den gesamten süddeutschen Luftraum. Ausgedehnte Streckenflüge führten über die Schwäbische und Fränkische Alb, den Oberpfälzer und Bayerischen Wald, den Schwarzwald und bis ins Rhein-Main-Gebiet. Einzelne Flüge reichten ins Allgäu mit Blick auf die Alpen oder durch Tschechien bis zum Erzgebirge – mit Streckenleistungen von zum Teil über 900 Kilometern an einem Tag. Zufriedene Gesichter gab es daher täglich, und es mussten sogar bewusst Pausentage eingelegt werden.

Insgesamt kamen 240 Segelflugstarts, rund 383 Flugstunden und mehr als 13.000 Streckenflugkilometer zusammen. Der VfS Krefeld zieht damit eine sehr positive Bilanz. Alle Streckenflüge lassen sich im Portal Weglide nachvollziehen und geben einen guten Eindruck davon, welche Distanzen im reinen Segelflug erreichbar sind.

Robin Lápossy bei seiner ersten Alleinflug-Landung.

Krönender Abschluss: die A-Prüfung

Zu guter Letzt kam auch die Ausbildung im Doppelsitzer nicht zu kurz. Robin Lápossy (Kerken) hatte sich in Neresheim bestens eingeflogen und absolvierte am letzten Flugtag unter Aufsicht seines Fluglehrers Daniel Bredendiek (Krefeld) seine A-Prüfung mit drei hervorragenden Solo-Flugplatzrunden. Ein schöner Abschluss eines rundum gelungenen Fluglagers.

Text: Thomas Wiehle (Presse VfS Krefeld)