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Workshop mit Anne Hennig inspiriert und ermutigt

von | 19.11.24 | Gender, News

„Ist es eher wichtig, die eigenen Stärken oder vielmehr die eigenen Schwächen beim Fliegen genau zu kennen?“ „Welche Rolle spielt das Mindset beim Landen?“, und „Lässt sich die Schuld an einer eventuell nicht optimalen Landung einfach auf den Seitenwind oder andere äußere Umstände schieben?“ Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen eines Workshops für Pilotinnen Mitte November auf dem Gelände der Segelflugschule Oerlinghausen.

      

„Aus dem Cockpit ins Leben“ lautet der Titel der Veranstaltung, die Sybille Krummacher (Vorsitzende des Bundesausschuss Fliegende Frauen im DAeC) auf die Beine gestellt hatte.

Durch die Inhalte des Workshops führte Anne Hennig, einst Deutschlands jüngste Motorfluglehrerin, heute Geschäftsführerin des Familienunternehmens Flugschule Hans Grade in Schönhagen und zudem ausgebildeter Coach in systemischen Therapieansätzen.

Die Antworten auf die oben gestellten Fragen sind keinesfalls banal und lassen sich bei näherem Hinsehen auch aufs Leben außerhalb des Cockpits übertragen – wie der Titel es bereits verspricht.

Meine Stärke ist meine Superkraft!

„Meine Stärke ist meine Superkraft“ – dieser Satz prangte groß auf dem Beamer-Bild. Er gibt die Überzeugung wieder, die Anne Hennig auch den Teilnehmerinnen mit auf den Weg geben will: „Seine Stärken zu kennen, macht auch gleichzeitig stark und schafft das Selbstvertrauen, sich auch aus schwierigen Situationen – im Cockpit und im Leben – herausmanövrieren zu können. Wer seine Stärken kennt, dem gelingt es leichter, Eigenverantwortung zu übernehmen und in seinem eigenen Leben der PIC, statt der Passagier zu sein. Wer hingegen hauptsächlich seine Schwächen fokussiert, der wird nicht sein volles Potenzial ausschöpfen können. Und wer sich im Endanflug schon sicher ist, die Landung bei diesem Seitenwind nicht gut zu meistern, dem steht genau dieses Mindset dabei im Weg, eine hervorragende Landung trotz Seitenwind zu performen.“

Anne Hennig gibt allen, die sich bei diesen Gedanken angesprochen, vielleicht sogar „ertappt“ fühlen, eine Alternative an die Hand: „Fragt euch: Was brauche ich, um die Situation für mich zu verbessern? Am Seitenwind kann ich schließlich nichts verändern, doch wie gelingt es mir, die Eigenverantwortung wiederzuerlangen und mich von den äußeren, gegebenen Umständen nicht lähmen zu lassen?“ Eine der möglichen Antworten könnte lauten: Mehr Übung und Flüge mit Fluglehrer, um mich sicherer zu fühlen und im Endanflug mit Blick auf den Windsack voller Selbstvertrauen agieren zu können. Wie sich dieses Beispiel auch auf das Leben außerhalb des Cockpits übertragen lässt, darüber könnt ihr euch als Leser ja bei der nächsten Herausforderung, die von außen auf euch einprasselt, einmal selbst Gedanken machen. „Was brauche ich, um PIC zu bleiben und nicht zum Passagier zu werden.“

Sowohl Segelfliegerinnen als auch Motorfliegerinnen waren unter den 12 Teilnehmerinnen des Workshops von Anne Hennig (links).

Zum Ende des Workshops wurde es still im Seminarraum der Segelflugschule. Alle Teilnehmerinnen waren inspiriert, der Kopf voller Denkanstöße und der Austausch unter den Teilnehmerinnen ging tiefer, als die ein oder andere es sich vielleicht hätte vorstellen können. Ein unglaublich gelungenes Event, das nach Wiederholung ruft.

Bericht von
Janine Brennenstuhl

Beim anschließenden Mittagessen im „Bokelfenner Krug“ werden bereits erste Follow-up-Pläne geschmiedet.

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