Theorie, Taktik und ein neutralisierter Wettbewerbstag
Vom 4. bis 7. Juni 2026 trainierte der D-Kader des AEROCLUB | NRW in Leverkusen für die kommende Wettbewerbssaison. Zwischen Theorieblöcken, taktischen AAT-Aufgaben und einem kurzfristig neutralisierten Wettbewerbstag sammelten die Nachwuchspiloten wertvolle Erfahrung für den Segelflugsport in NRW.
Regen zum Auftakt: Ein Tag voller Theorie
Der erste Trainingstag startete ohne nutzbares Flugwetter. Die Trainer nutzten die Zeit für eine umfangreiche Theorieeinheit: Im Mittelpunkt standen Abflug, Wettbewerbsvorbereitung, allgemeine Wettbewerbsstrategien und die optimale Tagesroutine während eines Wettbewerbs. Zusätzlich arbeitete die Gruppe die Wettbewerbsordnung für Segelflugmeisterschaften (SWO) durch – Pflichtlektüre für jeden ambitionierten Streckenflieger.
Erste Praxis: Assigned Area Task bei Weisweiler
Am zweiten Tag zeigte sich das Wetter freundlicher. Der D-Kader flog eine einstündige Assigned Area Task (AAT) mit einem Wendepunkt bei Weisweiler und einem Radius von 30 Kilometern. Die Bedingungen blieben verhalten, dennoch sammelten die Teilnehmer erste praktische Erfahrungen und setzten die Theorie vom Vortag direkt in die Praxis um.
Neutralisiert: Wenn das Wetter das letzte Wort hat
Der dritte Trainingstag versprach bessere Bedingungen und eine 1,5-stündige AAT mit den Wendepunkten Weisweiler und Radevormwald. Kurz vor der Startlinienöffnung zog jedoch aufziehende Schauertätigkeit auf – eine Minute vor dem geplanten Start hieß es im Funk: „Tag neutralisiert.“ Für den D-Kader bot der Tag trotzdem wichtige Einblicke in die Wetterbeobachtung und die Bedeutung einer kontinuierlichen Lagebeurteilung.
Anspruchsvoller Abschluss mit zahlreichen Außenlandungen
Zum Abschluss des Trainingslagers schrieben die Trainer erneut eine 1,5-stündige AAT aus – mit den Wendepunkten Aachen, Blankenheim und Hambach. Die morgendliche Abschirmung löste sich erst spät auf, einströmende Warmluft sorgte zusätzlich für schwache und unbeständige Thermik. Die anspruchsvollen Bedingungen führten zu zahlreichen Außenlandungen. Gerade in dieser Situation sammelten die Teilnehmer wichtige Erfahrung im Umgang mit schwierigen Wetterlagen – eine Kernkompetenz für den Streckensegelflug.
Fazit: Lehrreiche Tage trotz wechselhaften Wetters
Auch wenn das Wetter den Piloten in Leverkusen nur wenig entgegenkam, bot das Trainingslager zahlreiche Lernmöglichkeiten. Neben den praktischen Flugerfahrungen lieferten vor allem die theoretischen Inhalte, die intensive Beschäftigung mit der Wettbewerbsordnung und die Wetteranalyse wertvolle Erkenntnisse für kommende Wettbewerbe.
Ein großes Dankeschön gilt allen Trainern sowie dem Landessportbund NRW, dem AEROCLUB | NRW und dem Förderverein Leistungssegelflug NRW e.V. für die Organisation und Unterstützung dieses gelungenen Trainingslagers!
Text: Finn Paqué


