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Fliegen ohne Pause: D-Kader-Trainingslager 2026 in Puimoisson

von | 27.04.26 | Leistungssport Segelflug Junioren, News, Segelflug

Elf Flugtage in Folge, Wellenflug bis auf 5.800 Meter und Strecken von bis zu 700 Kilometern – das D-Kader-Trainingslager 2026 in der Provence war ein Ausnahmelager.

Anreise und Auftakt: Wenn der Mistral die Türen öffnet

Nach 1.100 Kilometern Anreise kamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohlbehalten am Flugplatz Puimoisson an – und die Provence empfing sie von ihrer besten Seite. Anders als in manchen Vorjahren war das Wetter diesmal vom ersten bis zum letzten Tag fliegbar: eine Konstanz, die alles andere als selbstverständlich ist. 

Bereits der erste Flugtag setzte Maßstäbe. Kräftiger Mistral erzeugte beeindruckende Wellenbedingungen bis auf rund 5.800 Meter Höhe – ein spektakulärer Einstieg, der sofort zeigte, welches Potenzial die Region bietet.

Gruppenfoto v.l.n.r: Ulrich Schulze, Rudi Mathar, Sebastian Heßner, Frank Beckmann, Francois Ferenschütz, Linus Baur, Timo Hentze, Leon Bartmann, Mirja Elstner, Noa Ramm, Cedric Günther, Finn Paqué, Mika Rösner.

Von Nordwind bis Seebrise: Abwechslungsreiche Wetterphasen

In den ersten Tagen dominierten Nordwindlagen. Anspruchsvoll, aber gut nutzbar – die Teilnehmenden konnten sich intensiv mit den Eigenheiten des alpinen Fliegens auseinandersetzen. Wer hier sicher fliegen lernt, ist gut vorbereitet.

Im weiteren Verlauf drehte die Wetterlage auf Süd und eine stabile Seebrise setzte ein. Damit begann die leistungsstärkste Phase des Lagers: Die Bedingungen ermöglichten ausgedehnte Streckenflüge mit Distanzen von bis zu 700 Kilometern. Erfahrene Pilotinnen und Piloten nutzten die Reichweite voll aus; weniger erfahrene Teilnehmer machten wichtige Fortschritte im Alpenflugtraining.

Bewährte Struktur: Briefing, Fliegen, Analyse

Der Tagesablauf folgte dem erprobten Schema: morgendliche Vorbereitung, intensives Wetterbriefing, gemeinsame Flugplanung – dann die Umsetzung in den Alpen. Am Abend stand die Analyse der Flüge im Mittelpunkt, bei der individuelle Fortschritte besprochen und gefestigt wurden.

Neben dem Fliegen kam auch das Gemeinschaftsleben nicht zu kurz. Gemeinsame Abende und der Austausch über Erlebnisse in der Luft trugen maßgeblich zur starken Atmosphäre des Lagers bei.

Dank & Unterstützung

Das Trainingslager wäre ohne viele helfende Hände nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt Alfred Spindelberger, der das Lager wie in den Vorjahren ermöglicht hat. Ebenso danken wir der SEKO NRW und dem LSB NRW für die finanzielle Förderung sowie dem Förderverein Leistungssegelflug NRW für die Bereitstellung der Förderflugzeuge. Der größte Dank gilt unseren Trainern – sie machen dieses Lager jedes Jahr aufs Neue möglich.

Text:
Finn Paqué und Cedric Günther

Fotos:
Sebastian Heßner
Moritz Scholjegerdes (Blick ins Modanetal)

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