Vom 14. bis 17. Mai 2026 ging die Premiere der „RHEIN GLIDE Soaring Competition“ auf dem Flugplatz Krefeld-Egelsberg erfolgreich zu Ende. 42 Segelflugzeuge mit rund 70 Pilotinnen und Piloten waren zu Gast – gemeinsam ausgerichtet vom Aero Club Krefeld e. V. und vom Verein für Segelflug Krefeld e. V.
Trotz kühler polarer Kaltluft und nur zwei Wertungstagen ging das Konzept des neuen, überregionalen Segelflugwettbewerbs am Niederrhein voll auf. In allen drei Flugzeugklassen konnten am Sonntag die Sieger ermittelt und gebührend gefeiert werden. Veranstalter waren die beiden Krefelder Segelflugvereine Aero Club Krefeld e. V. und Verein für Segelflug Krefeld e. V.
Auftakt mit Sauna statt Streckenwetter
An Christi Himmelfahrt war schnell klar, dass kein Streckenflugwetter aufziehen würde. Die sechsköpfige Wettbewerbsleitung nutzte den Tag für ein entspanntes Eröffnungsbriefing und ausgiebigen Austausch in der Community. Eine kurzerhand organisierte Fass-Sauna mit Bade-Fass sorgte für die wohl ungewöhnlichste Aufwärmaktion des Wochenendes – und kam bei den Teams hervorragend an.
Erster Wertungstag: Schauer, Außenlandungen, erste Tagessiege
Am Freitag hieß es, den angesagten Schauern in Richtung Münsterland und nördliches Ruhrgebiet zu entkommen. Nicht alle schafften die Rückkehr zum Egelsberg – „Dinslaken Schwarze Heide“ und „Dorsten am Kanal“ wurden zu begehrten Außenlandeplätzen, auch die eine oder andere Ackerlandung gehörte dazu. In der Clubklasse holte sich das Doppelsitzer-Team Robin Barzen und Mark Ohligs (LSV Grenzland) mit rund 110 km den Tagessieg. In der Gemischten Klasse flogen Elisa Benkens und D-Kader-Trainer Timo Angenendt (VfS Krefeld) 124,4 km mit 79,71 km/h. In der Großen Klassekehrten Josh Jarosch und Fabian Käseberg (LSV Radevormwald) in ihrer ASH 25 nach 161,3 km und 80,46 km/h zurück.
Samstag: Drei Aufgaben bis 277 Kilometer
Für Samstag prognostizierte Chefmeteorologe Timo Angenendt früher einsetzende Thermik. Die Wettbewerbsleiter Markus Linkenbach, Marcus Haas und Marco Tervoort schrieben drei feste Aufgaben aus: 175 km für die Clubklasse, 223 km für die Gemischte und 277 km für die Große Klasse – jeweils über die Wendepunkte Straelen, Stollberg und zurück. Schnelle Wolkenentwicklung sorgte für große Abschattungen und lange Gleitstrecken, doch die Tagessieger waren nach zwei bis drei Stunden zurück am Egelsberg: Patrick Wahlscheidt (LSC Bayer Leverkusen) in der Clubklasse mit 84,93 km/h, erneut Elisa Benkens und Timo Angenendt im Duo Discus mit 90,05 km/h sowie das Vater-Sohn-Team Ranko und Nils Fecker (LSG Erbslöh Langenfeld) im Arcus M mit 92,07 km/h.
Die Sieger der RHEIN GLIDE 2026
Clubklasse: 1. Patrick Wahlscheidt (LSC Bayer Leverkusen, DG 400) – 2. Robin Barzen und Mark Ohligs (LSV Grenzland, Twin III SL) – 3. Maike Ueddinger und Manfred Schumacher (Aero Club Krefeld, DG 505).
Gemischte Klasse: 1. Elisa Benkens und Timo Angenendt (VfS Krefeld, Duo Discus X) – 2. Lukas Hackländer und Traugott Apitius (VfL Mönchengladbach, DG 500M) – 3. Noa Ramm und Thorben Langner (LSV Radevormwald, Duo Discus WL).
Große Klasse: 1. Nils und Ranko Fecker (LSG Erbslöh Langenfeld, Arcus M) – 2. Paul Gertzmann (LSC Bayer Leverkusen, ASG 29es) – 3. Josh Jarosch und Fabian Käseberg (LSV Radevormwald, ASH 25).
Catering, Party und ein Wiedersehen 2027
Das Catering aus eigener Hand von Janina Stimming (VfS Krefeld) und Mathias Kall (AC Krefeld) – vom mexikanischen Buffet bis zur RHEIN-GLIDE-Party am Samstagabend – wurde von den Teams ebenso gelobt wie die Organisation insgesamt. Pilotensprecher Paul Gertzmann und Patrick Wahlscheidt bedankten sich im Namen aller Teilnehmenden ausdrücklich beim Orga-Team beider Vereine – und verabschiedeten sich gleich nur „bis zur nächsten RHEIN GLIDE am langen Fronleichnamswochenende 2027″. Alle Aufgaben und Wertungsergebnisse sind auf soaringspot.comveröffentlicht, alle Flüge im Detail auf weglide.org.
Lust selbst zu fliegen?
Wer mit dem Gedanken spielt, das Segelfliegen zu lernen, ist bei beiden Krefelder Vereinen auf dem Egelsberg jederzeit herzlich willkommen.
Bericht: Thomas Wiehle



