Segelflieger hoffen auf Unterstützung
für ihr fehlendes „Arbeitspferd“
Der Schock sitzt beim Luftsportverein Eschendorf noch immer tief. Im Februar ist am Flugplatz Rheine-Eschendorf ein Flugzeug bei einem Brand in einer Garage vollständig zerstört worden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Doch der Verlust trifft den Verein hart – nicht nur technisch, sondern auch emotional. Deshalb läuft jetzt eine Spendenaktion, um die finanzielle Lücke nach dem Schaden zu schließen und den Flugbetrieb langfristig zu sichern.
Ein Flugzeug, das im Vereinsalltag unverzichtbar war
Inzwischen ist auch die Ursache des Brandes geklärt: Ein Marderschaden hatte das Feuer ausgelöst. Zurück bleibt ein Totalschaden – und das Fehlen eines Flugzeugs, das für den Alltag am Platz von zentraler Bedeutung war. Denn bei dem zerstörten Motorflugzeug handelte es sich um eines der Arbeitspferde des Segelflugbetriebs. Mit ihm wurden Segelflugzeuge in die Luft geschleppt, oft viele Male an nur einem einzigen Flugtag. „Was hier verloren gegangen ist, war weit mehr als nur ein Flugzeug“, so der Luftsportverein Eschendorf.
Spenden sollen Ausbildung und Flugbetrieb sichern
Zwar übernimmt die Versicherung einen großen Teil des Schadens. Dennoch bleibt eine erhebliche finanzielle Lücke, die der Verein nicht allein auffangen kann. Genau deshalb wurde eine Spendenaktion gestartet. Jeder Beitrag hilft dabei, die Folgen des Verlusts abzumildern und die Zukunft des Flugbetriebs am Flugplatz Eschendorf zu sichern. „Ohne dieses Flugzeug wird der Flugbetrieb deutlich schwieriger“, so der Luftsportverein Eschendorf. Besonders die Ausbildung und die Nachwuchsarbeit sind auf funktionierende Abläufe angewiesen.
Gerade junge Pilotinnen und Piloten sind betroffen
Vor allem für die Jugend- und Ausbildungsarbeit hat der Ausfall große Bedeutung. Viele junge Menschen machen am Flugplatz Eschendorf ihre ersten Schritte in die Luftfahrt – vom ersten Mitflug bis zur Segelfluglizenz. Segelflug vermittelt dabei weit mehr als fliegerisches Können. Jugendliche lernen Verantwortung, Teamarbeit, technisches Verständnis und Durchhaltevermögen. Das Schleppflugzeug ist für diese Ausbildung ein zentraler Bestandteil. „Fällt dieses Arbeitspferd aus, wird der Weg in die Luft für viele junge Pilotinnen und Piloten deutlich schwieriger“, so der Luftsportverein Eschendorf.
Auch besondere Herzensmomente waren mit ihm verbunden
Das Flugzeug stand aber nicht nur für Ausbildung und Luftsport. Es wurde auch eingesetzt, um auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen. So zog es Banner für DKMS-Aktionen und half dabei, Menschen für das Thema Stammzellspende zu sensibilisieren. Zugleich ermöglichte es besondere Flüge mit an Krebs erkrankten Kindern. Für sie bedeutete ein Flug über den Wolken ein Stück Freiheit, Freude und Normalität. „Dieses Flugzeug hat nicht nur den Betrieb getragen, sondern auch besondere Erlebnisse möglich gemacht“, so der Luftsportverein Eschendorf.
Jetzt zählt die Unterstützung der Gemeinschaft
Der Verlust trifft nicht nur den Eigentümer des Flugzeugs, sondern eine ganze Gemeinschaft aus Pilotinnen und Piloten, Ausbildern, Ehrenamtlichen und jungen Menschen, die gerade erst beginnen, den Traum vom Fliegen zu leben. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, was den Luftsport ausmacht: Zusammenhalt, Engagement und Gemeinschaft. Mit der Spendenaktion verbindet der Verein die Hoffnung, die finanziellen Folgen des Brandes gemeinsam zu schultern und bald wieder verlässlich starten zu können.



